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Schaltplan

Schaltplan für den Camper zeichnen

Ein Schaltplan ist kein Dokument für die Schublade: Er ist die Arbeitsanweisung für den Einbau und die Prüfliste für den, der ihn liest. Diese Seite zeigt den Aufbau — und was ein Plan enthalten muss, damit er die Prüfung übersteht.

Der Aufbau: vom Quellpunkt zu den Verbrauchern

Ein Camper-Schaltplan wird von der Quelle aus gelesen — nicht von den Verbrauchern. Die Reihenfolge auf dem Blatt (und im Fahrzeug) ist immer dieselbe:

  1. Batterie (Aufbau) mit Hauptsicherung am Pol, direkt danach der Trennschalter.
  2. Hauptverteilung: Plus- und Minusverteilung getrennt führen, Masse nicht über die Karosserie improvisieren.
  3. Ladepfade: Lichtmaschine über Booster, Solar über Laderegler, Landstrom über Ladegerät — jeweils mit eigener Absicherung.
  4. Verbraucherkreise: je Leitung eine Sicherung, je Verbraucher ein Schalter.
  5. 230-V-Zweig getrennt darstellen, mit FI, Leitungsschutzschaltern und Schutzleiter.

Die Trennung von Plus- und Minusstrang ist nicht nur Ordnung: Sie macht sichtbar, welche Leitung abgesichert ist (Plus) und welche nicht (Masse).

Jede Leitung braucht drei Angaben

Ein Plan ohne Querschnitt ist eine Skizze. Jede Leitung trägt den Querschnitt aus der Normreihe (1,5 · 2,5 · 4,0 · 6,0 · 10,0 · 16,0 · 25,0 · 35,0 · 50,0 · 70,0 mm²), die Länge in Metern und die zugehörige Sicherung. Erst diese drei Angaben machen den Plan nachrechenbar.

Die Länge ist dabei keine Schätzung, sondern das Ergebnis der Verlegeplanung entlang der Trassen: Der Weg von der Batterie zum Heck des Fahrzeugs ist fast immer deutlich länger als die Luftlinie.

Was der Planer automatisch prüft

Der Camper-Elektroplaner setzt den Plan nicht nur zusammen, er prüft ihn auch. Die Prüfungen sind rechnerisch nachvollziehbar und werden im Plan sichtbar gemeldet:

  1. Spannungsfall je Kabel — mit der Planungsgrenze von 3 % (0,36 V bei 12 V) und Meldung ab 4 %.
  2. Strombelastbarkeit des gewählten Querschnitts mit dem Derating des Modells.
  3. Absicherung: Die Sicherung muss über dem Betriebsstrom und unter der Leitungsgrenze liegen (I_B ≤ I_n ≤ I_z).
  4. Abstand des Schutzorgans zur Quelle: geprüft werden 0,2 m ab dem Pluspol.
  5. Vollständigkeit der Energiebilanz: Verbraucher ohne Leistung oder Nutzungsdauer werden als unvollständig gemeldet, statt still als null gerechnet.
  6. Abschaltvermögen der Sicherung gegen den geschätzten Kurzschlussstrom der Batteriebank.

Was nicht geprüft wird

Mechanische Verlegung, Scheuerstellen, Brandverhalten der Leitungen im Fahrzeug, die 230-V-Abnahme und der Zustand der Batterien sind keine Rechengrößen. Der Planer sagt das selbst — eine Prüfung, die alles abhakt, wäre eine Lüge.

Von der Prüfung zur Stückliste

Weil Querschnitt, Länge und Sicherung am Plan hängen, fällt die Stückliste direkt aus dem Plan: Kabel nach Querschnitt und Länge, Sicherungen nach Nennstrom und Bauform, dazu Bauteile und Kleinteile. Das erspart die zweite Fehlerquelle nach der Planung — die Bestellung nach Gedächtnis.

Typische Fehler

  1. Plan ohne Längenangaben: Querschnitte lassen sich nicht nachprüfen.
  2. Sicherungen im Plan doppelt führen (einmal am Pol, einmal am Verbraucher) und dabei eine ungeschützte Strecke übersehen.
  3. Zwei Farben für denselben Domänenbezug — 12 V und 230 V im gleichen Strang ohne Trennung.
  4. Erdungspunkte mehrfach verwenden, ohne die massekritischen Ströme zu denken.
  5. Den Plan nach dem Einbau nicht mehr ändern: Jede Änderung im Fahrzeug gehört in den Plan.

Im Planer weiterarbeiten

Der Planer läuft im Browser, ohne Anmeldung, und speichert lokal — der Plan kann unterbrochen und später fortgesetzt werden. Bauteile setzen, verdrahten lassen, prüfen; die Stückliste wird nebenbei erzeugt.

Camper-Elektroplaner öffnen — vom ersten Bauteil bis zur Stückliste.

Häufige Fragen

Was gehört in einen Camper-Schaltplan?

Alle Quellen (Batterie, Solar, Landstrom, Lichtmaschine), alle Schutzorgane mit Nennstrom und Bauform, alle Leitungen mit Querschnitt und Länge sowie die Verbraucher. Plus- und Minusstrang werden getrennt geführt, der 230-V-Zweig wird als eigener Abschnitt dargestellt.

Kann ich den Schaltplan im Browser erstellen?

Ja — der Camper-Elektroplaner läuft im Browser ohne Anmeldung. Bauteile lassen sich setzen und automatisch verdrahten; Querschnitt, Sicherung und Spannungsfall werden mitgerechnet. Der Plan bleibt lokal im Browser gespeichert und überlebt einen Neustart.

Wie lang dürfen Kabel im Camper sein?

Es gibt keine pauschale Höchstlänge — die Länge ergibt sich aus der Verlegung, und der Querschnitt muss zu ihr passen. Die entscheidende Zahl ist der Spannungsfall über die tatsächliche Länge: Bei 10 A verliert 2,5 mm² über 5 m bereits 5,7 % der Spannung, während 10 mm² über dieselbe Strecke bei 1,4 % bleibt.

Grundlage, Annahmen und Grenzen

Quellen

Prüfungen in der Auslieferung
Spannungsfall-Grenzen und Absicherung: `lib/electrical.ts` · Schutzorgan am Quellpunkt: `FUSE_MAX_UNPROTECTED_LENGTH_M` (ISO 10133:2000 § 8.1) · Energiebilanz: `lib/verify/powerPath.ts`.
DIN VDE 0100-430
Koordination von Betriebsstrom, Sicherung und Leitungsbelastbarkeit (I_B ≤ I_n ≤ I_z).

Annahmen

  • Der Plan ist ein Single-Line-Schema. Verbindungsdetails (Klemmen, Stecker) stehen nicht im Schema, sondern in der Stückliste.
  • Kabelwege werden im Planer über die Verlege-Geometrie geführt; die Längen sind Planungslängen, keine Messungen im Fahrzeug.

Grenzen

  • Der Plan ersetzt keine Abnahme: 230-V-Anlagen brauchen eine Elektrofachkraft.
  • Mechanische Verlegung, Scheuerschutz und Brandverhalten sind keine Bestandteile der Prüfung.

Inhaltlicher Stand: 2026-10. Keine fachliche Prüfung durch Dritte — Rechenwege, Quellen und Grenzen stehen offen, siehe Über Werft.

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Im Planer weiterrechnen

Der Camper-Elektroplaner prüft dieselben Zusammenhänge für die ganze Anlage: Querschnitt, Spannungsfall, Sicherung und Energiebilanz je Leitung — und erzeugt daraus die Stückliste. Läuft im Browser, ohne Anmeldung.